Uni-Work-Life-Balance – äh what?

Kristina Seer ist die erste WUAPAAPAPA, die erfolgreich Studium und Job unter einen Hut bekommen hat. Aber halt, da fehlt doch etwas?

Und zwar die Freizeit! Wo normale Menschen eine Work-Life-Balance haben, hatte ich die letzten vier Jahre eine Uni-Work-Life-Balance. Das liest sich holprig und genau so war es auch. Begonnen hat alles mit einem Teilzeitjob bestehend aus Obst einkaufen und Blumen gießen. In den letzten Jahren wurde daraus ein Vollzeit-Job als Redakteurin – und das alles neben dem Studium. Ich bereue diese Entscheidung nicht, denn ich habe etwas vorzuweisen, das nicht jeder Uni-Absolvent hat: vier Jahre einschlägige Berufserfahrung und einen Job!

Uni-Work-Life-Balance gelungen

Uni-Work-Life-Balance gelungen

Faul sein ist wunderschön

Das wusste schon Pippi Langstrumpf. Jeder liegt gerne einmal nur auf der Couch und lässt sich treiben. Doch auf Dauer ist das nichts – zumindest für mich. Schon während ich die Tourismusschule in Bad Hofgastein besucht habe, war klar, dass nebenbei gearbeitet wird. In den Ferien mussten wir Praktika absolvieren, um unsere Pflichtwochen zusammen zu kriegen. Wenn man das fünf Jahre lang macht, ist es echt eine gewaltige Umstellung, wenn das Studium anfängt – Freizeitalarm! Nach einem Jahr Lotterleben habe ich daher beschlossen, ein Nebenjob muss her. Durch eine glückliche Fügung bin ich dann bei WUAPAA die redaktion untergekommen. Diese Fügung war, dass ich einmal eine Lehrveranstaltung bei unserem Chef Matija Kampus zum Thema Crossmediale Kundenkommunikation an der Alpen-Adria-Universität besuchte. Ich hatte anscheinend einen guten Eindruck hinterlassen, denn meine Bewerbung hat Früchte getragen.

Ein ganz schön großer Hut

Angefangen habe ich für drei Stunden in der Woche. Das ließ sich perfekt mit meinem Studium und der Freizeit vereinbaren. Schon nach drei Monaten wurde ich auf neun und dann ziemlich schnell auf 20 Stunden pro Woche aufgestuft. Das hat meinen Aufgabenbereich natürlich gewaltig erweitert. Jetzt schreibe ich Artikel, erstelle Newsletter und verfasse so tolle Beiträge wie diesen hier ;). Doch ganz so easy war es nicht immer. Die Uni wollte auch noch meine Aufmerksamkeit. Ich sollte für Prüfungen lernen, Präsentationen und Gruppenarbeiten vorbereiten und Seminararbeiten schreiben. Klar, kein Problem. Doch eines bleibt da auf der Strecke: die liebe Freizeit. Aber trotzdem bereue ich die Entscheidung nicht. Aber ganz ehrlich – es war nicht immer stressig, eigentlich nur am Ende des Semesters ;). Und wenn man etwas wirklich will, dann findet man Zeit dafür. Ich brauche lieber ein Jahr länger und arbeite nebenbei, als dann ohne Erfahrung und Job dazustehen.

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Herausforderung Uni-Work-Life-Balance

Eine richtige Herausforderung wurde es erst, als meine Masterarbeit anstand. Herausforderung 1: das Anfangen. Herausforderung 2: das Durchhalten. Ich hatte richtiges Glück, dass mich die Firma und meine Kollegen dabei unterstützten. Ich konnte meine Arbeitszeiten variabel gestalten. So war es möglich, dass ich am Vormittag arbeitete und am Nachmittag meine Masterarbeit bearbeitete. Das hat wunderbar funktioniert und so wurde auch diese fertig. Obwohl ich im März die geniale Idee hatte, mit meiner Kollegin (und inzwischen auch sehr guten Freundin) Claudia einen Blog zu starten, wurde meine Masterarbeit fertig und ich konnte am 20. November 2018 meine Masterprüfung ablegen. Und daher darf ich mich nun nicht nur Bachelor of Arts, sondern auch Master of Science schimpfen. Find ich persönlich ja schon sehr cool. Zu Deutsch heißt das nämlich so viel wie „Gesellin der Kunst“ und „Meisterin der Wissenschaft“. Ich verstehe ja nicht, wieso die Leute dem Magister nachweinen ;). Dass ich die besten Kollegen aller Zeiten habe, merkte ich auch, als ich als Geschenk zum Abschluss das am Schreibtisch fand:

Das ist eine Kristina-Schokolade :D

Das ist eine Kristina-Schokolade 😀

 

Über die Autorin: Kristina ist Redakteurin bei WUAPAA die redaktion und darf seit Neuestem MSc hinter ihren Namen schreiben. Sie liebt geniale Textideen und daheim bekocht sie ihren WG-Mitbewohner (ob er will oder nicht). Mehr von ihr gibt’s auf Instagram: www.instagram.com/kristinaseer. Du hast Feedback? Dann schreib an kristina.seer@wuapaa.com.